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Unterstützung des Tierheims Neuwied

Das Autohaus Lederer und dessen Belegschaft engagierte sich für das Tierheim Neuwied.

Als uns der Hilferuf des Neuwieder Tierheims erreichte, mussten wir nicht lange überlegen. Gerne übernahmen wir die Reparaturarbeiten am Fahrzeug des Tierheims - natürlich ohne Berechnung.

Wir danken auf diesem Wege auch allen anderen Helfern, ohne die eine Instandsetzung und Zulassung des "neuen" EInsatzfahrzeuges für das Tierheim nicht möglich gewesen wäre.

 

Die Geschichte

Text entnommen aus der Berichterstattung der Rheinzeitung

Gemeinsam an Vierbeiner gedacht

Tierfreunde aus Niederbieber organisieren Einsatzwagen für Neuwieder Tierheim – Viele Helfer arbeiteten gratis

Am Anfang leckte die Ölwanne, Rost fraß an der Karosserie. Dann spukten ein paar Tierfreunde in die Hände. Das Ergebnis ist ein sehenswertes Stück Bürgerengagement.

NIEDERBIEDER. Wer Sonja Gass und Bern Zimmermann in Niederbieber besucht, besucht auch ein Rudel: Da gibt es Chihuahuas, langhaarige Mischungen, kurzhaarige Mischungen, große und kleine Vierbeiner. Mals sind es vier, mal sechs, dann wieder zwei.
Sind Hund, Katzen, Hamster, Meerschweinchen oder Hasen in Not, helfen die beiden Tierfreunde. Und ihr neuester Coup gehört erzählt. Denn es sagt viel aus über Ehrenamt und über die Bereitschaft der Gesellschaft mitzutun.
Vor drei Monaten schenkte ein Freund aus Holland Bernd Zimmermann und Sonja Gass einen zehn Jahre alten Nissan Kombi – ursprünglich, um ihn zu verkaufen. Und da gab es den ollen Geländewagen des Neuwieder Tierheims Ludwigshof. Dessen Getriebe war hinüber. Die Reparaturkosten von 3500 Euro sind eine Unsumme für ein Tierheim, dessen Träger ein Verein ist.
Schnell reifte die Idee: Man müsste den Nissan wieder flott machen. Das Tierheim braucht nämlich ein Auto, einen Einsatzwagen. Denn immer wieder sind die Mitarbeiter des Tierheims oder Tierschützer wie Sonja Gass und Bernd Zimmerann im Einsatz. Sie werden gerufen, wenn jemand ein ausgesetztes Tier findet.
Und das passiert in Zeiten der Wirtschaftkrise und sinkender Reallöhne nicht mehr zu Ferienzeit, wenn das Herz des ehemaligen Tierfreunds angesichts der Verpflichtungen, Verantwortung für ein Tier zu tragen, ruck zuck auf Erbsengröße schrumpft. Bernd Zimmermann meint: „Immer mehr Besitzer geben ihre Tiere dann ab, wenn eine größere ärztliche Behandlung ansteht. Denn die können sich viele nicht mehr leisten.“ Um die armen ausgesetzten Tiere dann einsammeln zu können, braucht es einen geräumigen Wagen. Und es braucht eine Sonja Gass. Zurück zum Nissan: TÜV-Abnahme, defekte Ölwanne, kleinere Reparaturen: Wer soll das bezahlen? Die Tierfreundin setzte sich ans Telefon, rief Bekannte an, Kunden ihrer EDV-Firma. Manche waren erfrischend ehrlich: „Ich hab’ kein Geld, und ich geh’ auch nicht mit einem Köter spazieren“, sagte Udo Ammicht vom Andernacher Werbeatelier AS Dekoservice. Aber dafür war er bereit, das Tierheimauto professionell zu beschriften.
Das Neuwieder Autohaus Lederer führte alle nötigen Reparaturen durch und berechnete dafür nichts. Günter Wagner vom Nissanhändler in Nauort schweißte die lecke Ölwanne – natürlich umsonst. Marino und Jacquelina Colle holten den Kombi in ihrer Lackierei und kümmerten sich noch um die Schönheitsreparaturen.
Das Meisterstück gelang Sonja Gass mit ihrem Anruf beim TÜV Rheinland in Koblenz. Hier telefonierte sich die Niederbieberin von unten nach ganz oben durch, schilderte ihr Anliegen dem Chef Roland Heidmann persönlich. Und der war überzeugt. So sparten die Tierfreunde auch die rund 120 Euro, die an Zulassungskosten für ein Auslandsfahrzeug fällig gewesen wären. Zimmermann und Gass sind begeistert: „Jeder hat ein bisschen was zum Projekt beigetragen. Und viele Kleinigkeiten ergeben etwas Großes.“
Einziger Missklang im großen Orchester der Hilfsbereiten: „Die Stadtverwaltung wollte uns nicht die Zulassungsgebühren erlassen“, wundert sich Bernd Zimmermann. Dabei ging es lediglich um die überschaubare Summe von 39 Euro. (mik)

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